November – Monat der Erinnerung und des Innehaltens

Der November wird oft als Trauermonat bezeichnet – als Zeit der Erinnerung. Viele Menschen denken in diesen Tagen noch einmal besonders an die Verstorbenen aus der Familie sowie aus dem Kreis der Freunde und Bekannten. Auch die christlichen Kirchen greifen dieses Gedenken im November mit mehreren Feiertagen auf. Am 1. November feiern wir Allerheiligen. Ursprünglich war dieses Fest dem Andenken der Märtyrer gewidmet – also jenen Menschen, die wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt und getötet wurden. In einigen Bundesländern in Deutschland ist dieser Tag bis heute ein Feiertag.

Ein weiterer wichtiger Tag im November ist der Volkstrauertag. An ihm erinnern wir in Deutschland an die „Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker“. Diese einleitenden Worte des Totengedenkens werden jedes Jahr vom Bundespräsidenten im Deutschen Bundestag verlesen. Ziel des Volkstrauertages ist es, das Andenken an die Millionen Kriegstoten – besonders des Ersten Weltkrieges – wachzuhalten. In der Woche zwischen Volkstrauertag und Totensonntag begehen die evangelischen Kirchen außerdem den Buß- und Bettag. Er lädt dazu ein, innezuhalten, sich zu besinnen, Buße zu tun und den eigenen Weg zu Gott zu finden.

In diese besondere Zeit des Jahres fällt auch unser „Café Hoffnung“. Am 12. Mai 2022 hat es zum ersten Mal seine Türen geöffnet – und auch im dritten Jahr in Folge heißen wir wieder herzlich alle willkommen, die einen lieben Angehörigen oder einen Freund verloren haben. In unseren Räumen kann man in ruhiger Atmosphäre gemütlich beisammensitzen, miteinander klönen und Erfahrungen austauschen. Bei einer guten Tasse Kaffee oder Tee, dazu Gebäck und Schnittchen, möchten wir Ihnen eine kleine Auszeit schenken und den Alltag für einen Moment anders gestalten.

Das nächste „Café Hoffnung“ findet am Donnerstag, den 14. November 2024, von 16.00 bis 18.00 Uhr in unseren Räumlichkeiten an der Kirchstraße 102 in Ossenberg statt. An diesem Nachmittag wird Walburga Balzen einen transparenten und aktuellen Informationsbeitrag zur Bestattungsvorsorge halten. Eine Vorsorge gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Bestattung schon zu Lebzeiten nach Ihren individuellen Wünschen zu gestalten und Angehörige zu entlasten. Gleichzeitig entsteht das beruhigende Gefühl, dass später alles genau so ablaufen wird, wie Sie es sich wünschen.

Für den darauffolgenden Termin am Donnerstag, den 12. Dezember 2024, haben wir die Einrichtungsleiterin des GEO Hospizes „Haus Sonnenschein“ in Rheinberg eingeladen: Frau Mirjam Klaas. Im „Haus Sonnenschein“ werden Menschen in ihren letzten Lebenstagen liebevoll, rund um die Uhr und ohne Einschränkungen gepflegt, betreut und umsorgt. Wer dazu beitragen möchte, dass für diese Menschen und ihre Familien auch kleinere Wünsche erfüllt werden können, darf dies gerne in Form einer Spende tun.

Der November erinnert uns daran, wie eng Trauer und Erinnerung zusammengehören – und wie wichtig Orte sind, an denen beides Raum haben darf. Mit dem „Café Hoffnung“ möchten wir genau diesen Raum bieten: für Begegnung, für Gespräche, für gemeinsames Erinnern und für ein Stück Halt in einer stillen Jahreszeit.